Dreharbeit
Ein Drehtag mit Radio Bremen „Buten und Binnen“
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Anfang April 2011, die Elbe-Weser-Ems Fotoausstellung im World Trade
Center Bremen war gerade angelaufen, da meldete sich Radio Bremen bei
uns. Sie wollten einen Dreh über unseren Club machen. Das
fotografische Thema wurde auch gleich gestellt und, wie konnte es anders
sein, es hieß „Fernsehen“. Unser Kommentar: „Da
haben wir leider nichts auf Lager.“ Na dann lasst euch mal was
einfallen, ihr seid doch kreativ.
Schnell musste es gehen, gedreht werden sollte gleich am
übernächsten Tag. Hastig wurde eine Recherche gestartet. Nein,
im Studio sollte nicht fotografiert werden. Beim Media Markt hatten wir
keine Chance, dabei sind dort doch so viele Fernseher gestapelt, auf
denen alle Programme der Welt laufen!
Aber punkten konnten wir bei der "Gröpelinger Recycling Initiative". Die trennen die Wertstoffe aus schrottreifen Fernsehern, eine sehr umweltfreundliche und Wert erhaltende Maßnahme. Das ist etwas für Michael. „Damit es nicht ganz so trocken rüberkommt, bringe ich ein Model mit, dazu Visagistin und Beleuchter“ kündigte er an. Das klappte auch alles, bis auf die Visagistin, die hatte wohl Angst vorm Fernsehen. Die Belegschaft der Recycling Station war jedenfalls hingerissen, musste so manches Mal mit ihren Gabelstaplern ganz nah am Geschehen vorbei kurven. Der zweite Drehort war das Bremer Rundfunkmuseum. Hier hatte Conny ihren Auftritt. Unter anderem kann man dort „Omas Fernsehstübchen“ bewundern, mit Nierentischchen, selbst gehäkelter Decke, Cocktailsessel und Gummibaum, sehr manierlich sieht das aus. Auch ein Fernseher in Mahagoni ist ausgestellt, mit dem man vier Programme gleichzeitig empfangen und begucken kann, und das schon vor cirka 50 Jahren, gab es damals überhaupt schon so viele Programme? Für guten Empfang wurde am dritten Drehort gesorgt. Antennenschüsseln ohne Ende. "Das ist der reinste Schüsselsalat. Dicke Kabel baumeln herunter und versorgen jedes Zimmer mit Bild und Ton“ so die Bemerkung des Clubleiters. Aber an der Stirnseite des Hauses gibt es auch einen Lichtblick. Zwei Antennenschüsseln werfen lange Schatten und formen in Verbindung mit der Kletterpflanze das Ambiente fast zu einer Grafik. Wer die fotografische Ausbeute sehen will, kann hier klicken. Gewonnen hat den kleinen Wettbewerb Sebastian. Er war gar nicht am Drehort, sein Foto entstand am Hamburger Flughafen. Die Arbeit mit Radio Bremen hat uns sehr viel Spaß gemacht und der Filmbeitrag ist eine sehr gute Reportage über unseren Club geworden, dafür recht herzlichen Dank dem Team von Buten und Binnen. |
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Ein Bericht von Horst Schütze |