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Unsere diesjährige
Herbstexkursion führte uns nach Dötlingen. Geplant hatte sie
Klaus, der die Gegend gut kennt, denn er hat seit vielen Jahren dort ein
Wochenendgrundstück.
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Dötlingen liegt an der Hunte, einem kleinen Flüsschen, das sich
durch den Geestrücken schlängelt. Es wurde in diesem Jahr als
schönstes Dorf im Oldenburgerland prämiert, kein Wunder also,
dass sich dort auch ein Maler niedergelassen hat.
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Aber immer der Reihe nach…
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An diesem letzen Samstag im Oktober hatten wir uns vorgenommen, die bunte
Herbstfärbung des Buchenwalds einmal mehr auf den Sensor unserer
Kameras zu bringen und dazu ist der fünf Kilometer lange Huntepadd
bestens geeignet.
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Zunächst führt er durchs Dorf, vorbei an der Kirche und der
über 1000-jährigen knorrigen Eiche, deren Kronendach schon arg
zerzaust ist von den Stürmen der Jahrhunderte. Aber wer über
ein solches Alter verfügt, muss schließlich nicht mehr durch
Schönheit glänzen.
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Auch der Weg durch den Wald bot viele kleine Überraschungen, die uns
immer wieder zu Fotostopps veranlassten. Dabei wurde auch ausgiebig
gefachsimpelt, so dass Klaus schon stille Zweifel plagten, ob wir das
Mittagessen im Schützenhof „Unter den Linden“
rechtzeitig erreichten. (Ganz nebenbei, wir kamen eine Stunde zu
spät, aber die Wirtsleute waren darauf eingestellt und bereiteten
uns ein wohlschmeckendes Gericht.)
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Höhepunkt der Wanderung am Huntepadd ist das Hünengrab
„Glaner Braut", eine 50 Meter lange und 6 bis 8 Meter breite
Megalithanlage aus der Jungsteinzeit. Fast alle Steine der Umfassung sind
noch vorhanden. Die Anlage formatfüllend abzulichten war eine fast
unlösbare Aufgabe, einer versuchte es mit einem Panorama-Komposit
aus mehreren zusammengesetzten Bildern, die anderen
beschränkten sich auf aussagekräftige Details.
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Seit über 100 Jahren ist Dötlingen als Künstlerdorf
bekannt und so hatte uns Klaus für den Nachmittag in der Galerie des
Malers Friedrich Lüers angemeldet. Schon das Gartengrundstück
des Künstlers steckt voller kreativer Ideen. Seine Skulpturen hatten
es uns angetan und so dauerte es eine ganze Weile, bis wir alle im
Atelier versammelt waren und Herr Lüers uns mit einem selbst
angesetzten Kräuterlikör begrüßen konnte. Sein
Atelier ist eine echte Fundgrube vieler Bilder mit unterschiedlichsten
Motiven, dazu Farbtöpfe, Paletten und Pinsel aller Art und
Größe, der licht-durchflutete Raum mit seinen großen
Fenstern könnte nicht malerischer sein.
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Bei einbrechender Dämmerung verabschiedeten wir uns. Wir erlebten
einen schönen Herbsttag mit zahlreichen Eindrücken, die uns in
guter Erinnerung bleiben werden.
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Ein Bericht von Horst Schütze
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