Doch
zunächst fuhren wir dem Tag entgegen und als es langsam heller
wurde, wurde immer deutlicher, das Wetter lässt uns nicht im
Stich, dies wird ein schöner Tag. Horst hätte die ersten
Fotos am liebsten noch auf der Autobahn geschossen, im Hafen war dann
kein Halten mehr. Die Autotüren flogen auf, fotobegeisterte
Teilnehmer griffen zur Kamera und wurden mit dem Sonnenaufgang im Hafen
belohnt. Schon da war klar, das frühe Aufstehen und die Fahrt
haben sich gelohnt und dabei waren wir noch gar nicht an Bord.
Dort wurden wir aber schon erwartet, herzlich begrüßt und zum
Seemannsfrühstück gebeten. In der gemütlichen unteren
Messe warteten Brötchen und Kaffee auf uns, selbst Rührei wurde
zubereitet, es wurde immer besser. Unsere persönliche Betreuung
übernahm der 1. Offizier Zimmermann, Ingo ein herzliches
Dankeschön an dieser Stelle auch fürs Aufräumen der
Kabine, die uns als Stauraum zur Verfügung stand.
7.00 Uhr dann Leinen los und es begann ein Feuerwerk der fotografischen
Möglichkeiten mit denen die Meisten in dieser Form nicht gerechnet
haben.
Doch der Reihe nach, zunächst ging es aufs Oberdeck, dort bekamen
wir erste Informationen und warteten auf das fotografische OK der
Piloten, das aber nicht lange auf sich warten ließ. Es wurde vom
sehr verständnisvollen Lehrgangsleiter überbracht. Danach
durften wir, bis auf den ersten Teilnehmer, knipsen was die
Speicherkarten hergaben. Wir konnten auf jedes Deck, oben wie unten und
man brachte uns jedes Verständnis entgegen, solange wir den Ablauf
nicht störten. Aber das hatten wir ja nicht vor und nebenbei
dafür auch keine Zeit. Denn als wir nach einer guten Stunde das
Zielgebiet Neuwerk Reede erreicht haben, waren die ersten Speicherkarten
schon voll.
Wolken, Wellen und Gischt, Seezeichen, Fischerboote, Frachter,
Containerschiffe, Schiffsdetails vom Tau bis zum Haken – die
Mannschaft staunte nicht schlecht, was ihr Alltag für Landratten
alles so zu bieten hat.
Ja und dann ging es erst richtig los. Die Lehrgangsteilnehmer waren
inzwischen in voller Montur und bereit über die Kante zu springen
und wir mitten im Geschehen. Welchen Standort wir auch wählten, es
war immer ein Motiv zu finden. Ob wir uns nun über die Reling
hingen um den Ablauf des Sprungs zu verfolgen oder aus luftiger
Höhe den Rettungsvorgang einfingen, es war Erlebnis pur. Da
mehrere Piloten an der Reihe waren, konnte man die Standorte auch in
Ruhe wechseln und alle Möglichkeiten ausschöpfen. Das
absolute Highlight war dann die Rettung durch den Hubschrauber. Erst
mit dem Tele das Hochziehen in den Heli und dann hautnah das
Zurückbringen aufs Schiff. Auge in Auge mit der
Hubschrauberbesatzung machten wir unsere Fotos, abgesichert durch
Gehörschutz und sicher durch einen routinierten Ablauf an Bord
haben wir Action pur erlebt.
Als um 11.00 Uhr in die Messe zum warmen Eintopf gebeten wurde, konnten
wir uns kaum trennen. Da wir uns aber an den Ablauf halten wollten und
Seeluft eben doch hungrig macht, ließen wir es uns dann richtig
schmecken. Ein Danke der Küche und dem Stuart.
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Wieder an Deck, die letzten Rettungsflüge ansehen,
immer die Kamera im Anschlag und mit Kreuzfahrer-Feeling
zurück zum Hafen. Die Jacken inzwischen zu warm, die
Mütze lange verstaut, die Reisetabletten nie von Nöten,
die Stimmung zwischen Traum und Wirklichkeit. Ein letzter
Überflug des Hubschraubers mit winkender Besatzung und
Volldampf, Cuxhaven wir kommen. Dort machten wir es uns noch mit
Kaffee und Kuchen gemütlich und ließen die Tour
langsam ausklingen.
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Ein Danke der ganzen Mannschaft, dem Presse- und
Informationszentrum in Nordholz und ganz besonders dem ersten
Offizier Ingo Zimmermann für diesen tollen Tag!
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Ein Bericht von Conny Speckert
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